systemische Beratung

Die systemische Beratung hat sich u.a. aus der systemischen Familientherapie, der Kybernetik und der soziologischen Systemtheorie entwickelt.
Sie bezeichnet die beraterische Unterstützung von Organisationen basierend auf der Annahme, dass Organisationen soziale Systeme sind, in denen es u.a. viele gegenseitige Einflussnahmen und individuelle (systemeigene) Regeln gibt. Theoretische Hintergründe sind u.a. die allgemeine Systemtheorie von Niklas Luhman und Erkenntnisse aus den Kommunikationswissenschaften.

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In diesen Zusammenhang gehört auch der Ansatz des  Konstruktivismus. Eine Kernaussage des Konstruktivismus’ ist, dass eine Wahrnehmung niemals ein objektives Abbild der Realität liefert, sondern immer eine Konstruktion aus Sinnesreizen und Gedächtnisleistung des Individuums ist. Deshalb ist Objektivität im Sinne einer Übereinstimmung von wahrgenommenem Bild und Realität unmöglich. Ausnahmslos jede Wahrnehmung ist subjektiv. Darin besteht die “Radikalität” des Konstruktivismus.

In der systemisch – konstruktivistischen Beratung gibt es keine “Wahrheit” und objektiven Erkenntnisse über die Situation einer Organisation. Ziel ist es vielmehr, sich über die unterschiedlichen Wahrnehmungen (z.B. von der eigenen Organisation oder von Kunden) auszutauschen und auf der Basis eines fundierten – weil aus vielen Perspektiven gebildeten – Konsens, Entscheidungen zu treffen, die die Organisation weiter bringen.

Dabei geht es nicht um “Sozialromantik”, sondern um das Festlegen und Erreichen der Unternehmensziele bei gleichzeitiger Berücksichtigung des bedeutsamen Umfeldes (=”systemisches Vorgehen”).
Gleichzeitig stärken wir in der Beratung die Ressourcen und Kompetenzen des zu beratenden Systems, um schnell ohne externe Beratung wieder auszukommen. Zur Betonung dieser Vorgehensweise wird diese Beratung häufig auch als “ressourcenorientierte Beratung” bzw. “lösungsorientierte Beratung” bezeichnet.

Literatur dazu:

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