Sportforum 2011 beim Stadtsportbund Hannover

Sportforum 2011 beim Stadtsportbund Hannover

Das Sportforum bot den Gästen eine ganz besondere Atmosphäre, um sich vor dem offiziellen Veranstaltungsbeginn zunächst an den Informationsständen zu informieren und erste Kontakte zu knüpfen. Ganz nebenbei bat das Improvisationstheater auf Notizzetteln um „Ihren einSatz bitte“ und machte neugierig auf das, was da noch kommen mochte.

Die Präsidentin des Stadtsportbundes heißte  zunächst die etwa 80 Teilnehmer persönlich willkommen und begrüßte ganz besonders die Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft.  Schirmherr, Oberbürgermeister Stephan Weil – zurzeit auf Besuch in der Partnerstadt Bristol – ließ sich durch den Bürgermeister Bernd Strauch mir einem kurzen treffenden Grußwort vertreten.

Zunächst brachte eine Theatersportgruppe mit Ihrem humorvollen Warm-Up richtig Schwung ins Publikum und schärfte die Wahrnehmung für die Thematik “Kommunikation im Verein” – auch wenn dabei manch skurriler Einfall dabei herauskam.

Anschließend folgte Dr. Ingo Bergner, Mitbegründer „der lösungsorientierten Beratung für Sportorganisationen“. In seinem Referat zur Kommunikation im Verein der Zukunft machte er auf die zunehmende Pluralität in unserer Gesellschaft und der damit verbundenen unterschiedlichen Wahrnehmung auf vermeintlich “klare” Zusammenhänge aufmerksam, vor der auch die Vereine nicht verschont blieben und das Funktionieren der Kommunikation erschwerten.

Als pragmatisches Beispiel ganz unterschiedlicher Assoziationen bei scheinbar eindeutiger Begrifflichkeit führte Bergner das Wort „Feder“ an, bei dem je nach Herkunft oder Erfahrung ganz verschiedene Bilder von der Schreibfeder, über die Industriefeder bis hin zur Bettfeder in den Köpfen entstünden. Erst durch den aktiven verbalen Austausch durch Nachfragen und Erklären käme es bei allen Beteiligten zu einem gemeinsamen Verständnis, auf dessen Grundlage weiter gearbeitet werden könne.
Als wahres „Zaubermittel“ gegen Stress führte er die Wertschätzung an. Durch Dank und Anerkennung des anderen und dessen Leistung würden die vorderen Bereiche des Gehirns und damit Kreativität und Kooperationsbereitschaft aktiviert. Wichtig sei außerdem zu schauen, was hat funktioniert und die Lösung ins Visier zu nehmen. Besonders einprägsam war Bergners abschließendes Bild von dem Elefanten (siehe rechts), der von einer ganzen Reihe blinder Männer untersucht wurde. Jeder dieser Männer hatte sicher einen ganz unterschiedlichen Eindruck, was einen Elefanten ausmacht. Erst durch das Gespräch der Männer untereinander könne ein umfassende “Bild” des Elefanten entstehen. Also, sein Tipp, „Tun Sie sich zusammen, um ein vollständigeres Bild der Wirklichkeit zu erhalten!“

In den nachfolgenden drei Workshops hatten die Teilnehmer die Möglichkeit zu unterschiedlichen Fragestellungen eigene Erfahrungen und Meinungen auszutauschen, um daraus dann die „Goldenen Regeln“ für Kommunikation in ihrem Verein zusammenzutragen.

Quelle: Stadtsportbund Hannover

Zum Artikel des Stadtsportbundes.

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